Hauptschullehrer mit 66?
Der Einstieg in das Rentenalter wird von bisher 64 schrittweise auf 67 erhöht werden. Damit soll einer veränderten demographischen Entwicklung entgegengewirkt werden, die die Sozialsysteme mit dem Problem konfrontiert, dass immer weniger berufstätige Menschen die immer größere Anzahl an Renten zu sichern haben. Begründet wird die Erhöhung des Rentenalters auch damit, dass der Mensch von heute durchschnittlich bis zu zehn Jahre älter wird, als es bei den Menschen der Fall war, die die Rentenkassen belasteten als das Rentenalter von 64 festgeschrieben wurde.
Eine gesündere Lebensweise und der Ausfall neuer Kriege haben dazu geführt, dass manch ein Rentner heute durchaus bis zu 40 Jahre lang seine Rente genießen kann. Dieser Argumentation hält man gerne entgegen, dass es Berufsgruppen gibt, denen es gewiss nicht zugemutet werden kann, ihren erlernten Beruf bis zum 67. Lebensjahr auszuüben. Da sind handwerkliche Berufe, die in den meisten Fällen kaum mehr körperlich dazu in der Lage sein sollten, die bisherige Tätigkeit fortzusetzen. Aber auch die nervliche Belastung mancher Berufe macht es schwer, an einen generellen Eintritt in die Rente ab 67 zu denken.
So gibt es schon zum jetzigen Zeitpunkt nur noch eine geringe Zahl an Hauptschullehrern die die nervliche Kondition aufbringen, ihre Tätigkeit bis zum 64. Lebensjahr adäquat zu verrichten. Auch so mancher Schüler mag sich schon über die Frühverrentung seines Lehrers gefreut haben. Für einen gewissen Gegenschub, gegen die demographische Entwicklung und der daraus resultierende Probleme für die Rentenkassen, hat Walter Riester mit der nach ihm benannten Riester Rente gesorgt. Mit dieser privaten Vorsorge können Deckungslücken in der eigenen Rente dank öffentlicher Zuzahlungen in nicht unerheblicherweise ausgeglichen werden.
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